abgeschlossene Projekte

Rückschau auf das Projekt ALOM IDA I & II

 
Das Projekt ALOM IDA - Integration durch Arbeit - wurde neben der Eigenerwirtschaftung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes OÖ und des Arbeitsmarktservice OÖ finanziert. Das Projekt war als Modellprojekt für die kommende Mindestsicherung konzipiert.
 
Die Projektlaufzeit erstreckte sich von Mitte 2008 bis Ende 2011 in zwei Phasen (ALOM IDA I und ALOM IDA II). In dieser Zeit fanden insgesamt 20 SozialhilfebezieherInnen - insbesondere mit Migrationshintergrund - eine temporäre Beschäftigung. 
 
Bei ALOM IDA I waren hauptsächlich MigrantInnen aus der GUS (Tschetschenien) beschäftigt, während am Projekt ALOM IDA II hauptsächlich junge Frauen teilnahmen. Einstiegsvoraussetzung in das Projekt war der Anspruch auf Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung. Die Teilnehmenden wurden durch MitarbeiterInnen der Sozialhilfeabteilung der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach vorgeschlagen. Die ProjektteilnehmerInnen brachten eine Fülle von Problemen mit, die thematisiert wurden: z.B. Wohnungslosigkeit, Schulden, psychische Erkrankungen. 70 Prozent der Beschäftigten waren Frauen; 50 Prozent hatten Migrationshintergrund.
 
Die ProjektmitarbeiterInnen wurden in die bereits bestehende Struktur eines AMS-geförderten Beschäftigungsprojektes - eine Tischlerei und ein Jugendgästehaus - integriert (ALOM Böhmerwaldwerkstatt inkl. Jugendgästehaus). In den Bereichen Gastronomie, Holzverarbeitung und Grünraumpflege konnte praktische Arbeitserfahrung gesammelt und Grundqualifizierungen erworben werden.
 
Während der maximal einjährigen Beschäftigung wurden zudem Qualifizierungen (z.B. Deutschkurse, Staplerschein) absolviert, Praktika und sozialverträgliche Arbeitskräfteüberlassungen organisiert und bei sozialen Problemlagen passende Unterstützungsangebote gesetzt. Ein Drittel der beschäftigen Personen von IDA II konnte im Anschluss Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufnehmen.

Rückblickend lässt sich festhalten: Im Bezirk gab und gibt es weiterhin Bedarf und Nachfrage für ein derartiges Projekt. Ein Drittel der beschäftigten Personen fand dauerhaft am Regelarbeitsmarkt eine Beschäftigung . Die TeilnehmerInnen verbesserten ihrer Lebensstiuation wesentlich (Ausbildung/Qualifizierung, Familieneinkommen, praktische Arbeitserfahrung, Sozialversicherung). Mit dem Projekt wurden bestehende Beschäftigungsprojekte (wie die ALOM Böhmerwaldwerkstatt) für eine neue Zielgruppe (Sozialhilfe- und MindestsicherungsbezieherInnen insbesondere mit Migrationshintergrund) aufgeschlossen.
 
Ein ausgezeichnetes Projekt in doppeltem Sinne: Die außerordentlich gute Arbeit wurde mit dem Interkulturpreis 2011 in der Kategorie Arbeit gewürdigt.
 
Das Bild zeigt TeilnehmerInnen aus IDA I und dem Jugendgästehaus bei einer Exkursion zum Ereignishaus Holzschlag am Hochficht.